Wie schaffen es hochgradig engagierte Menschen, langfristig erfolgreich zu sein ohne auszuglühen?

Energie- statt Zeitmanagement fördern durch effektiven Tiefschlaf. Insights aus einem spannenden Interview für die CAREERS LOUNGE mit dem Performance Recovery Experten, Chris Surel.

Ob als Führungskraft oder als Selbstständiger, die Arbeitsverdichtung steigt. Zugleich werden die Anforderungen durch die Digitalisierung immer vielschichtiger. Während unsere Zeit begrenzt ist – wir alle haben 24 Stunden zur Verfügung und nicht mehr und nicht weniger – gilt für unsere Leistungsfähigkeit, unsere Energie, ein anderes Gesetz. Anders als die Zeit, ist unsere Energie dehnbar: Wir können mehr Power und Leistungsfähigkeit haben oder weniger.

Es liegt an uns selbst. Paradoxerweise entsteht jedoch ein mehr an Energie nicht durch noch mehr Tun, noch schnelleres Agieren und hektisches Voranpreschen. Vielmehr liegt hier der Dreh in cleveren Routinen und in Phasen des Auftankens. Es kommt also auf Zeiten an, in denen die innere Batterie wieder gefüllt wird. Der Schlaf und wie wir unsere Pausen verbringen, machen dabei einen wichtigen Unterschied.

Selbstmanagement heißt auch: Regeneration einplanen

In unserer Zeit, in der  viele Menschen von Burnout betroffen sind, betonen Experten immer wieder, dass wir Zeiten der Regeneration brauchen. Jedem ist wohl heute klar, dass zu einem guten Selbstmanagement auch Zeiten des Auftankens gehören, um dem natürlichen Lebensrhythmus von Anspannung und Entspannung zu folgen. Es kommt also vor allem darauf an, dass wir unseren Energielevel managen – und nicht nur unsere zeitliche Planung optimieren sollten. Neben Bewegung und regelmäßigen Pausen ist der Schlaf eine wichtige Säule des persönlichen Energiemanagements.

Performance Recovery Experte: Chris Surel

Ausreichend viel Schlaf ist wichtig, das ist bekannt. Gerade bei Unternehmern, Solopreneuren oder Kreativen, sind jedoch oft die Nächte kurz, wenn es wieder hoch hergeht, wenn Termine eng getaktet sind und To-dos sich häufen, so dass die Zeit einfach nicht ausreicht für die Menge an Arbeit. Dann trinken wir spät noch Kaffee oder grünen Tee, um uns wachzuhalten und liegen später noch lange wach, bevor wir einschlafen können. Wie fatal für das für unsere Leistungsfähigkeit ist, hat mir im Interview für die CAREERS LOUNGE der Performance Recovery Experte, Chris Surel, erklärt. Er ist ehemaliger Tennis-Leistungssportler, leidenschaftlicher Unternehmer, Mentor und Performance Recovery- und Schlaf-Coach und berät High Performer in Unternehmen, wie sie ihren Schlaf möglichst effektiv organisieren können.

Chris Surel erfuhr in seinem früheren Leben als Tennisprofi, Strategieberater, Manager und E-Commerce-Unternehmer, auf die harte Tour, wie es sich anfühlt, vor Erschöpfung zusammenzubrechen. Auf seiner eigenen Reise zurück ins Leben lernte er alles über strategische RECOVERY und Sustainable High Performance. Heute hilft er Unternehmern, Führungskräften, Sportlern und anderen Leistungsträgern, ihren Energielevel, ihre Leistungsfähigkeit und ihre Gesundheit auf das nächste Level upzugraden. Sein Fokus liegt dabei insbesondere auf wissenschaftlich fundierten, aber einfach anwendbaren Tools und Systemen, die zu schnellstmöglichen Resultaten führen.

Erholung im Schlaf genauer betrachten

Zunächst gilt es zu verstehen, dass Schlaf nicht einfach Schlaf ist. Wir durchlaufen im Schlaf drei Phasen: Die Einschlafphase, die Tiefschlafphase und die Traumphase (die REM-Phase). Für die Regeneration unseres Körpers ist die Tiefschlafphase enorm wichtig. Für die Verarbeitung von Erlebnissen und Gefühlen ist die REM-Phase besonders wichtig.

Körperliche Regeneration im Tiefschlaf

Im Tiefschlaf passieren drei wichtige Dinge:

  • Der Körper schüttet das Wachstumshormon HGH aus.
  • Es findet Brain Detox statt
  • Das Immunsystem produziert sog. natürliche Killerzellen, die u.a. auch gegen die Entstehung von Krebs kämpfen.

Lebenselixier: Das Wachstumshormon HGH

Das HGH – Human Growth Hormon – ist unser Lebenselixier für das Zellwachstum, für Reparaturprozesse im Körper, Haarwachstum und Kollagenproduktion und noch so viel mehr. Es bewirkt jüngeres Aussehen, Leistungsfähigkeit und kognitive Fähigkeiten. Unser Energielevel hängt mit diesem Hormon zusammen. Die Ausschüttung dieses Hormons findet ausschließlich in der Tiefschlafphase statt. Nicht, wenn wir wach sind, und auch nicht in der Leichtschlaf- oder Traumschlafphase.

Brain Detox

Im Tiefschlaf findet die Entgiftung unseres Gehirns statt, das sog. Brain Detox. Abfallstoffe im Gehirn, sogenannte Amyloid Plaque, werden abtransportiert. Ohne Tiefschlafphase werden diese Abfallstoffe nicht abgebaut. Das Fatale: Diese Ablagerungen erhöhen nachweislich das Risiko für Demenz und Alzheimer. Zu wenig Tiefschlaf führt zu einem sehr viel höheren Alzheimer-Risiko.

Krebs vorbeugen

Der dritte Prozess betrifft unser Immunsystem. Wir wissen alle, dass schlafen gesund macht. Wichtig zu verstehen ist jedoch, dass schon eine einzige Nacht mit nur vier Stunden Schlaf dazu führt, dass wir 70 % weniger aktive Killerzellen haben, die sämtliche Zellen erkennen und abtöten, die wir nicht in unserem Organismus haben wollen, virusinfizierte Zellen, aber auch Vorstufen von Krebszellen.

Diese krassen Fakten sind die eine Seite der Medaille. Doch was können wir tun? Im Interview gibt Chris Surel darauf ausführliche Antworten. Zum Interview. Hier sind einige Take-aways, kurz zusammengefasst:

Wie lassen sich Erholung und Schlaf verbessern?

  • Trinken Sie spät abends kein Koffein mehr. Das Koffein bleibt in der Blutbahn und verhindert den Tiefschlaf.
  • Reduzieren Sie Zeiten am Handy – oft greifen wir automatisch zum Handy
  • Social Media verlangen uns laufend Entscheidungen ab, daher ist eine Pause auf Facebook oder Instagram nicht wirklich erholsam, sondern bringt neuen Stress mit sich
  • Alkohol verlangsamt das Erreichen von echtem Tiefschlaf
  • Bauen Sie kleine Erholungspausen ein – üben Sie Micro Breaks
  • Stehen Sie täglich zur gleichen Zeit auf und gehen Sie zur gleichen Zeit ins Bett

Micro Breaks trainieren

Für all diese Vorschläge gilt: je häufiger wir gute Gewohnheiten wie z.B. Minipausen tagsüber trainieren, desto besser. Gerade dann,  wenn es um kleine Pausen geht, die dem Wechsel von Anspannung und Erholung, also Sympathikus und Parasympathikus entsprechen, müssen wir mehrfach am Tag den Schalter hin und her schalten, damit es auch abends und am Wochenende funktioniert. Laut Chris Surel erreicht man durch diese Umstellungen eine enorme Veränderung für die eigene Performance und bleibt so langfristig wesentlich leistungsfähiger.

Das komplette Interview mit Chris Surel lesen Sie in der CAREERS LOUNGE: Zum Interview

Wenn Sie Ihre Leistungsfähigkeit auf einen neuen Level bringen wollen, fordern Sie weitere Informationen an zu unserem: Workshop mit Einzelcoaching: Zeit- und Selbstmanagement

 

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